Zitat

" Wenn ich an alles denk, was bei mir reinkommt. "

(Steffi H.)

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Mein Name ist Mr. G und ich bin leidenschaftlicher DJ, Producer und Moderator.

Seit 1993 stehe ich nun bereits als DJ an den Decks. Schuld war die Geburtstagsparty eines Freundes, bei der ich plötzlich die alleinige Herrschaft über die Musik hatte, während die anderen Party machten. Und obwohl in dem Partykeller nur "Haushalts"-CD-Player standen, versuchte ich, einen kontinuierlichen Musikfluß zustande zu bringen. Nach dieser Initialzündung beschäftigte ich mich erstmals ernsthaft mit der Mix-Idee, kaufte mir nach und nach passende Geräte zusammen und fing das Auflegen an. Anfangs legte ich ausschließlich Techno, genauer gesagt Gabber, auf. Jedoch hat mir das schon bald nicht mehr ausgereicht. Da ich musikalisch für (fast) alles offen bin, hat sich die Palette beim Plattendrehen schnell erweitert. Und so liegt für mich mittlerweile der Reiz beim Livemixing darin, das Publikum in eine Nonstop-Soundtrack durch die verschiedenen Musikstile zu führen. Es kann also gut sein, dass sich innerhalb des Mixes beispielsweise die 80er mit Techno vereinen. Selbstverständlich kann ich bei Bedarf auch bei einem Thema bleiben, wie hier bei der Veranstaltungsreihe "Plattenwechsel". Da konnte waren an dem Abend nämlich nur Techno-Classics gefragt. (Der Kollege rechts auf dem Bild heisst übrigens DJ Amorph und sendet auch regelmässig bei afkMAX)

Dabei sind für mich nicht nur die Tracks selbst sondern auch die Hintergründe wichtig. Und mit diesem Wissen kam ich - wenn auch eher durch Zufall - im Jahr 1996 zum Radio. Eigentlich wollte ich beim Jugendmagazin "Funkenflug" erst auch nur die "DJ-History" produzieren, eine sechsteilige Reihe, die vom Grammophon über Radio-DJs bis hin zu Westbam die Entwicklung der Plattenaufleger zeigen sollte. Jedoch erfasste mich der Radiovirus und so moderierte ich nicht nur sondern befasste mich auch mit den anderen Bereichen wie Beitragserstellung, Recherche und Sendungsproduktion.
Kurze Zeit später verschlug es mich beim Sender in den Freitag abend: Bei einer seit 1998 existierenden Partysendung wurde ein Moderator gebraucht. Kurz darauf spielte ich, eigentlich nur als einmaligen Gag, einen Mix von mir ein. Die Kollegen fandens gut und so gab es dort seitdem jede Woche einen halbstündigen (produzierten) Mix zu hören. Naja, fast jede Woche: Die beiden Kollegen behaupteten irgendwann, dass könnten sie auch. Also wurde eine Sendung zum "Mix-Battle" umfunktioniert. Während die verschiedenen Musikgeschmäcker von uns dreien im Ping-Pong-Verfahren aufeinanderprallten, entschieden wir, dies jetzt regelmäßig einmal im Monat zu machen. Livemixing macht halt auch Spaß - und ist so ein schöner Ausgleich zum produzierten Mix.

Die Tätigkeiten im Radio veränderten schon bald mein DJ-Dasein. Nach und nach begann ich nun mit Hilfe der technischen Möglichkeiten den Bereich "Megamix" zu erforschen. Das man hier mit den richtigen Werkzeugen Mixe produzieren kann, die so live nicht möglich sind, runden mein DJ-Leben ab. Als "produzierender DJ" kann ich mich hier mal richtig austoben. Egal, ob das ein Dancemix ist oder gar etwas eher ungewöhnliches wie Rock- oder Oldiemixe. Und wenn es mir dann doch mal zu öde wird, produziere ich halt einen Remix oder ein Jinglepaket für eine Sendung oder gar einen ganzen Sender. Apropos Sender: Im März 2010 wurde - aus internen Gründen - heraus die Party- zur Mixshow umfunktioniert. Neben den besten Megamixen aus aller Welt gibt es auch Livesets zu hören. Ab und zu darf ich nämlich auch mal selbst an die Plattenteller.

Aber aus der Übung komm ich beim Livemixing sowieso nicht. Durch Zufall stieß ich 2008 auf das damalige MixCity-Radio, welches aktuell unter dem Namen QuadSonic sendet. Und als DJ und Moderator war mir natürlich einfaches zuhören zu langweilig. Somit verstärkte ich seit November des gleichen Jahres das dortige Team als Moderator/DJ, Producer und "Mann mit blöden Ideen". Die erste blöde Idee war, ich lass mir die Titel zum auflegen vorgeben: Es entstand eine Chartshow, bei der die User durch Abstimmung die Plätze entschieden. Mir bleibt dann nur noch jeden zweiten Samstag, diese Vorgaben in einen Livemix zu pressen. Dafür darf ich mich danach beim Livemixing austoben, wobei man hier auch den Spagat schaffen muss, nämlich zwischen dem Mix und der Kommunikation der Hörer im Chat.

Und weil das Ganze im Internet stattfindet, kommt da auch jede Show aus dem Penthouse-Studio.